Am Himmel heute

Astronomie · Kalender

Sternschnuppen-Kalender

Wann sind die nächsten Sternschnuppen? Der Meteorstrom-Kalender zeigt alle wichtigen Ströme des Jahres mit aktivem Zeitraum, Maximum und der besten Beobachtungszeit.

🔒 Alles wird in deinem Browser berechnet. Es wird nichts gespeichert oder gesendet.

Hinweis: Die angegebene ZHR (zenithal hourly rate) ist die theoretische Fallrate pro Stunde bei optimalem dunklem Himmel und Radiant im Zenit — in der Praxis sieht man meist weniger. Die besten Bedingungen herrschen nach Mitternacht, fernab von Lichtverschmutzung und ohne hellen Mond.

Was sind Sternschnuppen?

Sternschnuppen sind kleine Staub- und Gesteinsteilchen, die mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintreten und dabei verglühen. Die Luft vor ihnen wird stark erhitzt und leuchtet kurz auf — das ist die Leuchtspur, die wir am Himmel sehen. Fachlich heißt das Phänomen Meteor.

Die meisten dieser Teilchen sind nicht größer als ein Sandkorn. Größere Brocken können als helle Feuerkugel auftreten; erreicht ein Rest den Boden, spricht man von einem Meteoriten.

Wann sieht man die meisten Sternschnuppen?

Besonders viele Sternschnuppen gibt es während der jährlichen Meteorströme. Sie entstehen, wenn die Erde auf ihrer Bahn die Staubspur eines Kometen oder Asteroiden kreuzt — dann treffen viele Teilchen aus einer ähnlichen Richtung auf die Atmosphäre. Diese Ströme wiederholen sich jedes Jahr zu festen Zeiträumen.

Am meisten siehst du in einer mondlosen, klaren Nacht abseits von Stadtlicht, oft in den Stunden nach Mitternacht. Augen einige Minuten an die Dunkelheit gewöhnen, dann lohnt sich das Warten. Die Datumsangaben unten sind die typischen Aktivitätszeiträume — das Maximum verschiebt sich von Jahr zu Jahr leicht.

Die wichtigsten Meteorströme im Jahr

Diese Ströme kehren jedes Jahr wieder. Die Zeiträume sind die üblichen Aktivitätsfenster; das genaue Maximum und die sichtbare Anzahl hängen von Mondphase, Wetter und Beobachtungsort ab.

☄︎ Quadrantiden

Aktiv um den Jahreswechsel mit Maximum Anfang Januar (etwa 3. bis 4. Januar). Können sehr ergiebig sein, das scharfe Maximum dauert aber nur wenige Stunden — pünktliches Beobachten lohnt sich.

☄︎ Lyriden

Aktiv im April mit Maximum um den 22. April. Ein mittelstarker Strom, dessen Teilchen vom Kometen Thatcher stammen.

☄︎ Eta-Aquariiden

Aktiv Anfang Mai mit Maximum um den 6. Mai. Stammen vom berühmten Halleyschen Kometen; von der Nordhalbkugel aus eher flach am Morgenhimmel zu sehen.

☄︎ Perseiden

Der wohl bekannteste Strom, aktiv im August mit Maximum um den 12. bis 13. August. Warme Sommernächte und viele Meteore machen ihn zum Publikumsliebling.

☄︎ Orioniden

Aktiv im Oktober mit Maximum um den 21. Oktober. Auch sie stammen vom Halleyschen Kometen und gelten als schnell und teils hell.

☄︎ Leoniden

Aktiv im November mit Maximum um den 17. November. In den meisten Jahren moderat, in seltenen Jahren mit spektakulären Ausbrüchen.

☄︎ Geminiden

Aktiv im Dezember mit Maximum um den 13. bis 14. Dezember. Einer der zuverlässigsten und reichsten Ströme des Jahres, mit oft hellen, langsamen Meteoren.

Häufige Fragen

Was ist ein Meteorstrom?

Wenn die Erde die Staubspur eines Kometen kreuzt, verglühen viele Teilchen als Sternschnuppen — z. B. Perseiden (August) oder Geminiden (Dezember).

Wann sieht man die meisten?

Rund um das Maximum eines Stroms, meist nach Mitternacht und bei dunklem Himmel ohne Mondlicht.

Brauche ich ein Teleskop?

Nein — Sternschnuppen beobachtet man am besten mit blossem Auge bei freiem Blick zum Himmel.

Wann sind die nächsten großen Sternschnuppen?

Die ergiebigsten jährlichen Ströme sind die Perseiden Mitte August und die Geminiden Mitte Dezember. Daneben lohnen sich Quadrantiden (Anfang Januar), Lyriden (April), Eta-Aquariiden (Mai), Orioniden (Oktober) und Leoniden (November).

Brauche ich ein Teleskop, um Sternschnuppen zu sehen?

Nein, im Gegenteil. Sternschnuppen huschen blitzschnell über große Teile des Himmels — das bloße Auge ist ideal. Ein Teleskop oder Fernglas würde das Blickfeld zu sehr einengen.

Warum sehe ich manchmal kaum Sternschnuppen, obwohl gerade ein Strom aktiv ist?

Häufige Gründe sind heller Mondschein, Lichtverschmutzung in der Stadt, Wolken oder ein zu früher Beobachtungszeitpunkt. Oft sind die Stunden nach Mitternacht an einem dunklen Ort am ergiebigsten.

Sind Sternschnuppen Astronomie oder Aberglaube?

Das Verglühen der Teilchen ist reine Astronomie und gut erklärbar. Sich beim Anblick etwas zu wünschen, gehört dagegen zum schönen Volksbrauch — Unterhaltung, kein Naturgesetz.